Hämoriden in der Gesellschaft

Das heutige Thema ist, die Verbreitung von Hämorrhoiden in der Gesellschaft. Man kann hier schon von einer Gesellschaftskrankheit sprechen. Statistisch gesehen leidet jeder zweite Erwachsene, der das Alter von 50 Jahren überschritten hat, unter dieser lästigen Erscheinung. Hämoriden entfernen zu wollen, sollte dementsprechend ein großes Anliegen der modernen Medizin sein.

Dennoch ist es fast verpöhnt in der Gesellschaft darüber zu sprechen. Dies liegt wohl daran, dass es sich um eine Erkrankung in der Analregion handelt. Darüber spricht der Mensch generell nicht gerne. Seit jeher ist dieser Körperbereich mit Scham und Verschwiegenheit verbunden. Diese, rational nicht erklärbare Ablehnung gegenüber dem Thema, kann aber zu schweren Schädigungen der Gesundheit führen.

Man sollte sich hier nur vor Augen führen, dass Hämoriden Symptome ein Problem sind, die sowieso einen großen Teil der Gesellschaft betreffen. Dementsprechend kann man auch ganz offen über diese Problematik reden.

Nachdem wegen dieser falschen Scham wenige Leute einen Arzt aufsuchen, kann die Zahl der erkrankten Personen auch nur geschätzt, nicht jedoch statistisch belegt werden.

Tatsächlich handelt es sich bei Hämoriden am After um eine weiter verbreitete Krankheit als Krebs oder Herzinfarkte. Unsere Gesellschaft entspricht in ihrem Verhalten nicht mehr den natürlichen Bestimmungen. Der menschliche Körper braucht Bewegung. Stattdessen verbringen wir den Großteil unserer Zeit sitzend in irgendwelchen Büros, ernähren uns ungesund und brauchen in jungen Jahren eine Hämoriden OP. Das ist dann die radikale Methode, welche aber nicht unbedingt die beste ist. Eine Hämorrhoiden Behandlung sollte viel eher auf natürliche Weise stattfinden.

Das bedeutet viel Bewegung zu machen und sich gesund zu ernähren. Hier beugt man effektiv vor.

Hämoriden Hygiene

Eine andere wichtige Frage im Zusammenhang mit Hämoriden, ist die Hygiene und ihre Bedeutung für die Vorbeugung und Behandlung derartiger Darmerkrankungen.

Zwischen Vorbeugung und Behandlung besteht ein großer Unterschied. Viele Leute glauben, dass Hämorrhoiden aufgrund von mangelnder Hygiene im Afterbereich entstehen. Das ist aber nur bedingt richtig. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Schwellung auftritt, weil jemand sich nicht gründlich dort unten duscht, ist unwahrscheinlich. Immerhin sind die Hämoriden für sich abgeschlossene Blutgefäße, sodass sie mit dem Dreck nicht unbedingt in Berührung kommen, solange sie sich in einem normalen Zustand befinden.

Allerdings ist die Analregion sehr sensibel, sodass leicht durch äußere Einwirkungen eine Verwundung entstehen kann. In solch einem Fall kann mangelnde Hygiene schon negative Auswirkungen haben. Ein ungereinigter After ist natürlich ein wahres Paradies für verschiedenste Bakterien und Krankheitserreger. Kommen diese jetzt mit einer Wunde in Berührung, kann das nur negative Auswirkungen haben. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch höher, dass sie sich mit Eiter füllt und eine Fistel entsteht.

Falls man jedoch schon an Hämorrhoiden leidet, dann ist auf jeden Fall sorgfältigste Hygiene in der Analregion angesagt. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass diese ansonsten vernachlässigt werden sollte.

Bei einer akuten Hämorrhoidenerkrankung kommt es jedoch häufig zu Blutungen, sodass damit automatisch mehr Bakterien und Krankheitserreger mit dieser Region in Berührung kommen. Dementsprechend kann man die Auswirkungen durch sorgfältiges Waschen minimieren. Allerdings sollte nach Möglichkeit auf chemische Hilfsmittel verzichtet werden, und lediglich mit Wasser gewaschen werden.

Radfahren und Hämoriden

In letzter Zeit habe ich öfter die Frage bekommen, ob Radfahren mit Hämorrhoiden in Zusammenhang steht. Deshalb möchte ich in diesem Artikel meine Antwort auf folgende Fragen geben

1. Kann man durch Radfahren Hämoriden bekommen?

Grundsätzlich kann diese Frage verneint werden. Es ist zwar naheliegend, dass das Sitzen auf dem schmalen Sattel, einen ungesunden Druck auf den Enddarm und die Analregion ausübt. Auf diesem Bereich sind sich die meisten Mediziner einig.

Bewegung ist für den Kreislauf und dementsprechend auch für die Darmregion gesund. Vor allem beugt es Verstopfung vor und fördert die Durchblutung. Was man allerdings beim Radfahren beachten sollte, ist die Haltung. Man sitzt meist mit gekrümmten Rücken, was für die Haltung auf Dauer eigentlich nicht sehr förderlich ist. Auf die Analregion sollte es aber keine negativen Auswirkungen geben.

2. Können bereits vorhandene Hämoriden durch Radfahren begünstigt werden?

Hier gehen die Expertenmeinungen bereits auseinander. Die einen halten daran fest, dass infolge der Förderung der Durchblutung durch die Bewegung der Rückgang der Hämorrhoiden eher begünstigt wird, als die Fortbildung. Vor allem in späteren Stadien sollte man aber lieber auf anderen Sportarten umsteigen, da die Hämorrhoidalknoten sich dann schon außerhalb des Darmes befinden. Dadurch kann der Radsattel direkt darauf drücken, was auf keinen Fall förderlich ist.

Falls man eine  Operation durchführen lässt, wird man nach dieser wahrscheinlich selbst darauf kommen, dass es sinnvoll ist mit dem Radfahren noch eine gewisse Zeit zuzuwarten, da die Schmerzen höchstwahrscheinlich unerträglich sein werden.

Was man allerdings als absoluter Fahrradjunkie, der auf seinen Drahtesel nicht verzichten will, tun kann, ist sich einen großflächigen und gepolsterten Sattel zu besorgen.

Analfisteln und Abszesse

Es gibt eine riesige Menge an Darmerkrankungen, welche mit Hämoriden verwechselt werden können. Dazu gehören Fisteln und in weiterer Folge auch Abszesse.

Hämoriden oder Fistel

Wenn man unter typischen Symptomen leidet, sie jedoch nicht genau zuzuordnen weiß, dann gibt es einige Kriterien, welche es bis zu einem gewißen Grad erlauben, die Erkrankung selbst festzustellen. Hämorrhoiden sind im Prinzip eine Anschwellung der Gefäßknoten am Anus. Fisteln entstehen als Folge von Entzündungen im Analen Bereich.

Die Vorstufe davon ist meist ein Abszeß. Dabei handelt es sich, auf einfache Weise erklärt, um eine Eiteransammlung im Bereich des Darmausganges. Wie bei den meisten anderen eitrigen Entwicklungen, werden auch Abszesse meist durch Bakterien hervorgerufen.

Die Symptome sind zumeist typisch für eine Entzündung. Das bedeutet, es entsteht eine Rötung im unmittelbaren Umfeld. Da der Schwellkörper meist eine sogenannte Schutzmembran um sich aufzieht, wodurch die Anschwellung noch schlimmer wird. Wenn nun mittels Antibiotika versucht wird, die verantwortlichen Mikroorganismen abzutöten, so ist das Gewebe meist schon so undurchlässig, dass es die Bakterien fast vollkommen schützt.

Im frühen Stadium kann aber eine Behandlung mit Antibiotika noch erfolgreich sein.

Im Gegensatz zu Hämoriden, sind im Falle von Fisteln oder Abszessen die Erscheinungen Folge von bakteriellen Infektionen. Dementsprechend kann hier das Antiobiotikum zur Behandlung ausreichen.

Feigwarzen

Eine andere unangenehme Erscheinung, die ebenfalls zur Verwechslung mit Hämoriden führen kann, sind Feigwarzen. Hierbei handelt es sich um ein besonders unangenehmes Thema, da es sich um eine Geschlechtskrankheit handelt. Das Schamgefühl hält aus diesem Grund viele Leute davon ab, einen Arzt aufzusuchen.

Trotzdem sollte ein Arzt konsultiert werden. Feigwarzen an sich sind relativ harmlos. Jedoch gibt es verschiedene Arten dieser Erkrankung, wobei einige zu den sogenannten Hochrisikotypen unter den Infektionskrankheiten gerechnet werden. Dies bedeutet, dass eine Infektion das Risiko verschiedenste andere Krankheiten zu erleiden, dadurch erhöht wird.

Das sollte man keinesfalls unterschätzen, da zu diesen möglichen Erkrankungen mehrere Krebsarten gehören.

Wie bereits gesagt, werden die Feigwarzen meist durch Sexualkontakte übertragen. Verantwortlich dafür, ist der sogenannte Papillomvirus. Natürlich ist es auch, wie beispielsweise im Fall von AIDS möglich, dass solche Viren durch die Geburt von der Mutter aufs Kind übertragen werden. Ganz geklärt ist allerdings noch nicht, ob eine Übertragung auch durch die Benützung von gemeinsamen Besteck, Geschirr, oder anderen indirekte Kontaktformen möglich ist.

Die Auftrittsregion befindet sich meist im Bereich der Genitalien oder des Anus. Oftmals treten sie jedoch gar nicht offen zu Tage, bzw. bleiben unbemerkt. Im ausgeprägten Stadium verlaufen die Symptome ganz ähnlich wie bei Hämoriden, weswegen sie auch oft mit diesen verwechselt werden. Wenn sie allerdings solch ein Ausmaß erreicht haben, sollte man schleunigst etwas dagegen unternehmen. Auch wenn sie meist ungefährlich sind, kann vor allem die sexuelle Lebensqualität enorm eingeschränkt werden.